Fallstricke bei der Online-Bewerbung vermeiden

Im Zeitalter des Internets möchten vielen Firmen ihre Jobbewerbungen auch Online bekommen. Manche Firmen erwarten ausschließlich nur Bewerbungen, die online versendet werden.

Darin liegt aber auch gern die Falle für die Bewerber. Gerade die Kurz-Dienste Twitter, WhatsApp oder SMS haben eine Kultur kurzer Nachrichten etabliert.

Damit verleitet auch das schnelle Medium der E-Mail die meist jungen Bewerber dazu, sehr kurzsilbig beim Online-Versand ihrer Unterlagen vorzugehen. Das ist ebenso schädlich, wie es zu gut zu meinen und die Bewerbungs-E-Mail mit zu vielen Anhängen voll zu packen. Wird eine E-Mail zu groß, erreicht sie zum Teil den Empfänger nicht, weil der Server die Mail als zu groß abweist.

No-Gos bei Online-Bewerbungen:

Aus Gewohnheit neigen manche Bewerber dazu, im Anschreiben die Netiquette außer Acht zu lassen. Nicht selten kommt es vor, dass die Grundsätze für Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Zeichensetzung vollkommen außer Acht gelassen werden. Man kann sich vorstellen, das Begleitmails, die ausschließlich in Kleinbuchstaben geschrieben sind, kaum den Weg zu den Entscheidern findet und in der Regel automatisch als unpassend aussortiert werden.

Problematisch ist auch die Verwendung von den in Messenger-Diensten üblichen Kürzeln (z.B. “SgDuH” statt “Sehr geehrte Damen und Herren” oder “UAwg” statt “Um Antwort wird gebeten”) und Emoticons, die ausschließlich in private Korrespondenzen gehören.

Versende die Bewerbungen niemals vom Server des aktuellen Arbeitgebers! Zum einen könnte der “mitlesen” und auch beim Wunscharbeitgeber könnten Fragen auftreten. Hält der neue Bewerber die Firmen-Richtlinien der IT-Kommunikation ein und verhält er sich hier ähnlich?

Versende deine Online-Bewerbungen also vom privaten Account aus. Da wiederum ist es besser eine neutrale E-Mail-Adresse zu verwenden. Mailadressen wie etwa tollerhecht33@gmail.com oder schluckie-123@web.de sind absolut unangebracht und lassen die tollsten Interpretationen zu. Am besten wäre eine E-Mail-Adresse wie vorname.nachname@xyz.de. Wenn man nicht gerade Meier heißt sollte man einen seriösen Account hinbekommen.

Zu große Datenmengen im Anhang der Online-Bewerbungen
Manche Firmen geben in ihren Stellenausschreibungen die maximale Größe der Dateianhänge an – in der Regel sind es bis zu 3 MB (eher weniger), manchmal sogar bis zu 5 MB. Dennoch kommt es in der Praxis sehr häufig vor, dass Bewerber an Unternehmen ohne Begrenzung der Datenmenge Unterlagen von mehr als 10 MB senden.
Oft werden diese Bewerbungen doch noch gedruckt. Wenn dann viele unwichtige Sachen dabei sind, kann das beim Personalchef schon für Unmut sorgen. Ebenso kann der Eindruck entstehen, der Kandidat kann Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden oder neigt gar zu übertriebener Selbstdarstellung.

Kriterien für gute Online-Bewerbungen

  • Legen Sie bei der Erstellung von Online-Unterlagen genauso viel Sorgfalt an den Tag wie bei der Erstellung von Papierbewerbungen
  • Beachten Sie die Netiquette sowie die Regeln von Groß- und Kleinschreibung, Zeichensetzung und Rechtschreibung
  • Weniger ist oft mehr! Fügen Sie, um nicht das Postfach des Empfängers zu sprengen, lediglich aktuelle Zeugnisse bei
  • Gebe den Hinweis in der Begleitmail, dass eventuell gewünschte weitere Unterlagen gerne nachgereicht werden können

Bestandteile einer Online-Bewerbung

Die Dateien sollten bevorzugt im pdf-Format erstellt werden. Das kann mit MS-Word erstellt werden aber auch mit dem kostenlosen OpenOffice.

Sollten Firmen ausschließlich Word-Dateien akzeptieren, empfiehlt es sich die Dokumente mit einem Kennwortschutz zu versehen, um versehentliche oder absichtliche Änderungen auszuschließen. Das Unternehmen (Mitarbeiter) kann die Unterlagen zwar lesen und ausdrucken, aber nicht verändern.

Im Einzelnen gehören zu Online-Bewerbungen:

  • Anschreiben
  • Kurzprofil
  • Lebenslauf
  • Optional: ein Qualifikationsprofil (wenn Sie z. B. langjährig in vielen verschiedenen Projekten beschäftigt waren, deren Aufzählung im Lebenslauf den Rahmen gesprengt hätte)
  • Aktuelles Arbeitszeugnis.

Das Foto kann je nach persönlichem Geschmack im Kurzprofil oder im Lebenslauf Platz finden.

Wenn Firmen wünschen, dass die Zusendung von Anschreiben, Kurzprofil, Lebenslauf und Zeugnis(sen) in einer Datei soll, ist es gut dieser Bitte nachzukommen.
Dafür nutzt man einfach kostenlose Online-Tools wie z.B. https://smallpdf.com/de/pdfs-zusammenfuegen

Wer diese kleinen Tipps beachtet hat bessere Chance in die letzte Auswahl zu gelangen.

 

 

Post Author: Geldmagnet

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